Ideale Aquarienbedingungen für Welse

Ist ein Zebrawels in der Spezial Fronteingangshöhle FE 8

Für die Aquarienhaltung ist eine Vielzahl verschiedener Welse geeignet. Sinnvoll ist bei der Einrichtung eines Aquariums, darauf zu achten, dass die Bewohner bezüglich der Haltungsbedingungen optimal zusammen passen. Es empfiehlt sich deshalb, Fische aus bestimmten Regionen miteinander zu kombinieren, die auch in natürlicher Umgebung zusammenleben. Die Einrichtung des Aquariums kann dann perfekt auf die Bedürfnisse aller darin lebenden Tiere abgestimmt werden.

Inhaltsverzeichnis Aquarienbedingungen für Welse

 

Größe des Aquariums

Die Mindestgröße eines Aquariums für Welse ist davon abhängig, welche Arten Sie halten möchten. Für kleinere Arten wie Otocinclen sollte das Aquarium mindestens 60 - 80 l fassen. Für den beliebten Blauen Antennenwels ist dagegen schon ein Becken mit 80 - 200 l Wasservolumen erforderlich. Am besten ist es, wenn Sie direkt zu der Art, die Sie halten möchten, Informationen einholen und danach die Beschaffenheit des Aquariums ausrichten. Da sich Welse am liebsten am Boden aufhalten, sollten Sie auf eine große Grundfläche achten.

Die richtige Temperatur im Welsaquarium

Bei der Aquariumhaltung von Welsen sollten sich Temperatur und Wasserhärte an den natürlichen Lebensbedingungen orientieren. Vor allem aus Südamerika kommen zahlreiche Wels-Arten in den deutschen Handel. Der Blaue Antennenwels fühlt sich bei einer Wassertemperatur von 23 - 29 °C wohl. Die optimale Temperatur für Ohrgitter-Harnischwelse liegt bei 24 - 26 °C, diese können aber auch bis 29 °C im Aquarium gehalten werden.
Darüber hinaus sind Panzerwelse für die Aquarienhaltung sehr beliebt. Die Wassertemperatur sollte zwischen 20 und 27 °C liegen. Beispielsweise kann der Mamorierte Panzerwels in kühlerem Wasser ab 20 °C gehalten werden, während die Haltung von Dreilinien-Panzerwelsen mindestens 24 °C erfordert.

Welcher Bodengrund ist für Welse am besten geeignet?

Futterhaken und Gurke mit 2 sogenannten L-Welsen der Nr. L 134. Foto © Marlon von Glende
Futterhaken und Gurke mit 2 sogenannten L-Welsen der Nr. L 134. Foto © Marlon von Glende

Für ein Aquarium mit Welsen eignet sich in der Regel Sand als Bodengrund am besten. Viele Welse durchstöbern in freier Natur den Sand auf der Suche nach Nahrung. Besonders bei Panzerwelsen lässt sich dieses Verhalten sehr gut beobachten. Alternativ kann auch ein Aquarium mit feinem Kies eingerichtet und eine Ecke des Beckens mit Sand ausgestattet werden. Um eine Vermischung der beiden Bodengründe zu vermeiden, empfiehlt es sich, den Sand in eine in den Kies eingelassene Schale zu füllen.
Allerdings gibt es auch Arten wie beispielsweise die Gebirgsharnischwelse, die in Gewässern mit abgeflachten Flusskieseln leben. Das Aquarium sollte dann auch dementsprechend ausgestattet werden. Darüber hinaus befindet sich auf dem Grund vieler Welsgewässer eine Blätterschicht. Auch diese kann nachgebildet werden, um eine natürliche Umgebung für Welse zu schaffen, die tolle Möglichkeiten zum Verstecken bietet. Besonders Bratpfannen- und Banjowelse sind dann perfekt getarnt.

Bepflanzung des Aquariums

Welse sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere, deshalb ist eine nicht zu helle Beleuchtung hilfreich, um sie gut beobachten zu können. Die Auswahl der Pflanzen für ein Welsbecken sollte sich danach richten. Zu beachten ist außerdem, dass Aquarienpflanzen vor allem von L-Welsen angefressen werden können, selbst wenn Gemüse zugefüttert wird. Geeignete Pflanzen für ein Welsaquarium sind aus den zuvor genannten Gründen Cryptocoryne, Javafarn und Anubias. Javafarn können Sie auch dekorativ auf Wurzeln und Höhlen aus Ton befestigen. Einige Echinodorus-Arten können ebenfalls in ein Welsbecken gesetzt werden. Von einer CO2-Düngung ist abzuraten, da viele Welsarten empfindlich auf einen erhöhten CO2-Gehalt im Wasser reagieren.

Welse brauchen Verstecke

Für die Einrichtung eines Welsaquariums sind ausreichend Versteckmöglichkeiten ein Muss. Außerdem sind für die Nachzucht von Welsen unbedingt Bruthöhlen erforderlich. Versteckmöglichkeiten können aus verschiedenen Materialien bestehen.

Höhlen und Röhren aus Ton

Aus Ton gefertigte Höhlen und Röhren sind ideale Verstecke und Bruthöhlen. Ton hat den Vorteil, dass er im Gegensatz zu Höhlen aus Plastik nicht wasserdicht ist, so dass ein Austausch mit dem umgebenden Wasser möglich ist. Dies ist besonders bei der Zucht von Welsen wichtig, damit der Sauerstoffgehalt in den Bruthöhlen stimmt. Besonders dekorativ sind handgefertigte Welshöhlen aus Ton. Diese können Sie sogar nach eigenen Wünschen anfertigen lassen. Als Bruthöhlen eignen sich besonders Höhlen mit nur einer Öffnung, die groß genug sein sollte, um den Welsen ein leichtes Hinein- und Herausschwimmen zu gestatten. Röhren aus Ton sind beliebte Verstecke, die großzügig in ein Welsbecken integriert werden können.

Wurzeln und Hölzer

In ihren natürlichen Lebensräumen nutzen Welse gerne Wurzeln als Rückzugsmöglichkeit. Für Aquarien werden verschiedene Holzarten und Wurzeln angeboten. Mit am häufigsten ist Moorkienholz erhältlich. Beim Einsatz von diesem sollten Sie den pH-Wert des Wassers im Auge behalten, da dieser aufgrund des hohen Gerbsäureanteils des Holzes sinken kann. Für ein Welsbecken eignen sich darüber hinaus Mangrovenwurzeln sehr gut, da deren Beschaffenheit perfekt für raspelnde Welse ist. Mopani- und Kienwurzeln können auch als Versteckmöglichkeiten eingesetzt werden.

Schieferplatten

Mit Höhlen und Röhren aus Ton in Kombination mit Schieferplatten können Sie einzigartige Verstecke für Welse bauen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Konstruktionen stabil sind, damit die Fische sich nicht verletzen können.

Vergesellschaftung von Welsen

Zunächst einmal sollten Welse nicht allein gehalten werden. Mindestens ein Pärchen muss bei

der Haltung von L-Welsen eingesetzt werden, wenn das Aquarium groß genug ist, auch mehr. Otocinclen und Panzerwelse sind gesellige Arten, deshalb sollten sie in größeren Gruppen gehalten werden. Optimal wären 10 oder mehr Fische, zumindest aber sollten 6 Welse dieser Arten zusammen im Aquarium leben. Bei der Vergesellschaftung mit anderen Fischen, beispielsweise Salmlern, ist es notwendig, dass diese bezüglich Wasserhärte und Temperatur die gleichen Ansprüche wie die gehaltenen Welse haben. Am besten lassen sich Fische miteinander kombinieren, die auch in ihrem natürlichen Lebensraum gemeinsam vorkommen.

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